Winterfest oder wintertauglich – welche Wohnmobile eignen sich für Schnee und Eis?

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Damit das Wohnmobil auch mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt optimal zurechtkommt, suchen viele Urlauber nach einem Fahrzeug, dem Schnee und Eis nichts ausmacht. Dabei hast du vielleicht schon einmal die Begriffe „winterfest“ und „wintertauglich“ gehört, die für viele Camper verwendet werden. Was hinter den Bezeichnungen steckt und wann Hersteller ein Wohnmobil als „winterfest“ beschreiben dürfen, schauen wir uns hier näher an.

Übersicht der Spezifikationen winterfest und wintertauglich

TestbedingungenWinterfestWintertauglich
Minimaltemperatur-15 Grad0 Grad
Zieltemperatur20 Grad20 Grad
Aufheizungszeitraum4 Stunden2 Stunden
Test der Wasseranlage auf FrostschutzJaNein

Gibt es einen Unterschied zwischen winterfesten und wintertauglichen Wohnmobilen?

Sowohl winterfeste als auch wintertaugliche Wohnmobile beziehen sich auf die Norm DIN EN 1646-1, die für die Heizung Spezifikationen der Stufen 2 bzw. 3 vorgibt. Erfüllt ein Camper die Vorgaben der Stufe 2, darf sich das Fahrzeug wintertauglich nennen. Bei Bestehen des strengeren Tests für Stufe 3 ist eine Bezeichnung als winterfest erlaubt. Die Begriffe „winterfest“ und „wintertauglich“ beschreiben also die Eignung von Wohnmobilen für kalte Temperaturen im Detail, wobei die beiden Adjektive unterschiedliche Anforderungen beschreiben.

Achtung: Mit dem „winterfest machen“ deines Wohnmobils über den Winter, falls du nicht verreist, hat die Eigenschaft „winterfest“ nichts zu tun. Stattdessen bezieht sich der Begriff ausschließlich auf die Erfüllung der Stufe 3 im Abschnitt Heizung für DIN EN 1646-1.

Welche Eigenschaften haben winterfeste Camper nach DIN EN 1646-1?

Welche Spezifikationen ein winterfestes Wohnmobil auszeichnen, ist für Stufe 3 im Abschnitt Heizung in der Norm DIN EN 1646-1 festgelegt. Nur wenn die entsprechenden Anforderungen vom Camper erfüllt werden, darf mit der Bezeichnung „winterfest“ geworben werden. Nähere Informationen zur Norm hat der Wohnmobil-Hersteller Hymer aufgeführt und auf seiner Webseite veröffentlicht. So wird das Fahrzeug bei Stufe 3 zunächst über 10 Stunden oder länger auf eine Temperatur von -15 Grad heruntergekühlt. Anschließend muss sich der Innenraum des Wohnmobils am Messpunkt in vier Stunden auf 20 Grad aufheizen, was einem Zuwachs von 35 Grad entspricht. Außerdem muss eine Befüllung der Wassertanks nach einer Stabilisierungszeit zeigen, dass die Leitungen im Fahrzeug nach dem Aufheizen einwandfrei funktionieren.

Schafft es das Fahrzeugmodell diesen Test zu bestehen, darf der Hersteller den Modelltyp als winterfest bewerben. Ein winterfester Camper zeichnet sich also vor allem durch eine leistungsstarke Heizung sowie eine frostgeschützte Wasseranlage aus. Dadurch eignen sich die Fahrzeuge mit DIN EN 1646-1 Stufe 3 auch für den Urlaub in sehr kalten Regionen, ohne dass du im Wohnmobil frieren musst.

Info: Auf der Seite des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN) kannst du die Originaltexte herunterladen, um die genauen Spezifikationen nachzulesen. Mit Preisen von knapp 100 € ist das jedoch nicht günstig.

Was zeichnet ein wintertaugliches Wohnmobil aus?

Am Namen lässt sich bereits erkennen, dass für das wintertaugliche Wohnmobil die Anforderungen in DIN EN 1646-1 Stufe 2 weniger streng sind. Nach Angaben von Hymer wird das Wohnmobil in diesem Fall nur auf 0 Grad heruntergekühlt und muss anschließend innerhalb von zwei Stunden eine Temperatur von 20 Grad aufweisen. Dadurch muss nur ein Delta von 20 Grad überwunden werden, damit der Hersteller ein Fahrzeug offiziell als „wintertauglich“ beschreiben darf. Die Anforderungen sind weniger streng, reichen aber für die meisten Wohnmobilurlaube dennoch problemlos aus.

Eine Überprüfung der Wasserleitungen und -tanks gibt es im Vergleich zur winterfesten Stufe III nicht. Lediglich die Leistungsfähigkeit der Heizung wird überprüft, damit es im Camper schnell warm wird. Dadurch besitzt die Beschreibung eines Wohnmobils als „wintertauglich“ weniger Aussagekraft als ein „winterfestes“ Fahrzeug.

Was ist in den Normen nicht enthalten?

An den Spezifikationen der Normen winterfest (DIN EN 1646-1 Stufe 3) und wintertauglich (DIN EN 1646-1 Stufe 2) lässt sich erkennen, dass die Eignung für den Urlaub im Winter sich vor allem auf die Heizleistung sowie bei den strengeren Anforderungen auf eisfreie Wasserleitungen bezieht. Jedoch gibt es weitere Punkte, die für den Einsatz deines Campers bei Schnee und Eis wichtig sind. Dazu gehört zum Beispiel die Bereifung, der Dieselfilter oder ummantelte Schläuche für die Kurbelgehäuseentlüftung, die für Minustemperaturen gerüstet sein müssen. Je kälter das Klima am geplanten Reiseziel ist, desto genauer musst du prüfen, ob dein Wohnmobil die Anforderungen an deinen Winterurlaub erfüllt.

Die Tests für wintertauglich und winterfest decken nur Heizung bzw. Frostschutz der Wasseranlage ab.

Kommt bei Wohnmobilen die Norm DIN EN 1646-1 oder DIN EN 1645-1 zum Einsatz?

Wenn du dich über die Winterfestigkeit oder -tauglichkeit eines bestimmten Wohnmobilmodells informierst, wirst du vielleicht auch auf die Norm DIN EN 1645-1 aufmerksam. Dabei handelt es um die gleichen Anforderungen wie bei DIN EN 1646-1, allerdings für einen anderen Fahrzeugtyp. So ist EN 1645-1 für Caravans ausgelegt, während EN 1646-1 für Reisemobile gilt. Die Einstufungen für „winterfest“ bzw. „wintertauglich“ sind nach unseren Recherchen bei den DIN-Normen jedoch gleich.

Welche Wohnmobile sind winterfest oder wintertauglich?

Durch die Kosten für den Test zu den DIN-Normen unterziehen nur wenige Hersteller ihre Wohnmobile einer Prüfung, um die Bezeichnungen „winterfest“ oder „wintertauglich“ tragen zu dürfen. Das bedeutet nicht, dass die Camper für den Urlaub im Winter ungeeignet sind, macht aber die Einschätzung der Eignung für Schnee und Eis schwieriger. Einen Hinweis auf eine problemlose Nutzung im Winter bietet zum Beispiel ein beheizter Doppelboden, durch den vielfach auch die Wasseranlage vor Frost geschützt wird. Diese Konstruktion findet sich bei vielen winterfesten Campern und ist ohne Norm DIN EN 1646-1 dennoch ein Hinweis auf eine sehr gute Eignung bei kalten Temperaturen.

Es lohnt sich auch, bei den Verkäufern bzw. Vermietern nachzufragen, wenn das Fahrzeug als winterfest oder wintertauglich beworben wird. Zwar sind die Adjektive eigentlich streng mit den Normen DIN EN 1645-1 bzw. DIN EN 1646-1 verknüpft, doch manche Firmen verwenden die Bezeichnungen auch ohne die Einstufung. Erkundige dich deshalb, ob die entsprechenden Tests für Stufe 2 bzw. Stufe 3 wirklich erfüllt wurden oder die Einstufung lediglich durch das Unternehmen ohne DIN Norm erfolgt.

Brauche ich ein winterfestes Wohnmobil?

Ob du ein winterfestes bzw. wintertaugliches Wohnmobil benötigst, hängt vor allem von deinen Reisezielen sowie deiner bevorzugten Reisezeit ab. Fährst du regelmäßig im Frühling oder Sommer in den Süden Europas, genügen bei warmen Temperaturen alle Camper. Eine spezielle Winterfestigkeit ist bei diesem Klima zu diesen Jahreszeiten nicht nötig. Ähnliches gilt auch für Deutschland oder Osteuropa. So lag in Deutschland die Durchschnittstemperatur selbst für den Winter 2021/22 laut Deutschem Wetterdienst bei 3,3 Grad Celsius und auch in den östlichen europäischen Ländern kommt es im Winter inzwischen selten zu Minustemperaturen.

Fährst du jedoch im Winter nach Skandinavien, um das Lichterspektakel der Polarlichter zu erleben, muss dein Camper für Schnee und Eis gerüstet sein. Dabei kommst du auch ohne Zertifizierung zurecht, wenn die Heizung ausreichend Leistung bereitstellt und ein Zufrieren der Wasserleitungen vermieden wird. Bei dem Kauf eines Wohnmobils solltest du dich bei dem Hersteller über die genauen Eigenschaften des Fahrzeugs für den Winter informieren, falls keine Zertifizierung als „winterfest“ oder „wintertauglich“ vorhanden ist. Bei der Miete eines Campers kannst du dich an die Wohnmobilvermietung wenden. Fuchs und Hase Camper informiert dich gerne vor einer Buchung, wie gut sich unsere Fahrzeuge für deinen nächsten Winterurlaub eignen.

Nicht alle Wohnmobile sind für Minustemperaturen geeignet.

Welche Camper werden von Wohnmobilvermietungen ausgegeben?

Durch den Verzicht vieler Hersteller auf eine Zertifizierung der DIN-Normen für ihre Fahrzeuge sind winterfeste oder wintertaugliche Wohnmobile bei vielen Wohnmobilvermietungen nicht im Angebot. Dennoch eignen sich die vermieteten Fahrzeuge sehr gut für den Winterurlaub und kommen hervorragend mit niedrigen Temperaturen zurecht. Auch ohne Zertifikation auf Wintertauglichkeit oder Winterfestigkeit kannst du mit den Campern nach Skandinavien oder andere Länder mit kaltem Klima fahren. Falls du dir unsicher bist, kannst du vor der Buchung nachfragen, wie gut sich die einzelnen Modelle für Minustemperaturen eignen.

Kann ich mein Fahrzeug als winterfest oder wintertauglich umrüsten?

Eine Einstufung nach DIN EN 1645-1 oder DIN EN 1646-1 kannst du als Privatbesitzer nicht erreichen bzw. durch die Einstufung allein ergeben sich für dich keine Vorteile. Dennoch kannst du deinen Camper umrüsten, damit das Fahrzeug besser für den Winter geeignet ist. Dabei sollte dein Hauptaugenmerk auf einem schnellen Aufheizen liegen. Empfohlen wird dazu das Nachrüsten eines Doppelbodens, dessen Einbau bei vielen Wohnmobilen jedoch schwierig ist. Dafür brauchst du nicht nur viel handwerkliches Geschick, sondern musst auch die TÜV-Bestimmungen beachten, ob die Umrüstung deines Campers erlaubt ist.

Einfacher ist der Einbau einer Fußbodenheizung für das Wohnmobil, die sich mithilfe einer Heizfolie nachrüsten lässt. Entsprechende Infrarotheizungen kannst du unter anderem im Internet bestellen und in deinem Camper unterbringen. Die Temperatur wird über ein Thermostat überwacht und die Heizung mit einem Kabel an der Steckdose betrieben. Dadurch musst du auch bei Minustemperaturen im Fahrzeuginnenraum nicht frieren.

Winterfeste und wintertaugliche Wohnmobile selten zu finden

Während die DIN-Normen mit den Bezeichnungen „winterfest“ und „wintertauglich“ die beste Aussage darüber treffen, ob sich ein Wohnmobil für den Winterurlaub eignet, absolvieren nur wenige Fahrzeuge den Test. Dadurch können sich Käufer oder Mieter eines Campers oft nur anhand der Ausstattung informieren, wie gut das Wohnmobil bei frostigen Temperaturen abschneidet. Viele Fahrzeuge eignen sich für Winterreisen in die meisten europäischen Länder jedoch ohne Probleme, da es selten zu Minustemperaturen kommt. Bei kälteren Reisezielen wie Skandinavien musst du dich hingegen im Voraus detaillierter informieren, ob das Wohnmobil mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zurechtkommt.

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